Ausflugstipps für vier Tage im Riesengebirge

Wir haben für Sie die unserer Meinung nach besten Ausflugsziele im Riesengebirge und dessen Vorland ausgesucht, die Sie sich selbst so zusammenstellen können, dass Sie so viel wie möglich erleben und zu sehen bekommen. Die Routen der einzelnen Stationen haben wir so in vier Kapitel eingeteilt, dass sie möglichst dicht beieinander liegen. Bei Ihren Bergwanderungen sind Ihnen von Juni bis September auch die Riesengebirgs-Radshuttles behilflich. Viel Vergnügen und erlebnisreiche Tage!

Bitte hier unterladen: Ausflugstipps für vier Tage

1. Tag

Harrachov

**Sprungschanzenanlage mit der größten Mammutschanze Tschechiens.

**Mummelfall (Mumlavský vodopád) – wasserreichster Wasserfall des Riesengebirges.

**Weg der polnisch-tschechischen Freundschaft – 28 km lange Magistrale über den gesamten Riesengebirgskamm. Der Kammwanderweg führt von der Wegkreuzung unter den Quarksteinen (Tvarožník), entlang der polnisch-tschechischen Grenze und über den Gipfel der Schneekoppe bis nach Pomezní Boudy (Grenzbauden).

Paseky nad Jizerou

**Museum des Geigenbauers J. Metelka mit einzigartiger Geigensammlung, sowie die

historische mechanische Weihnachtskrippe von Paseky.

Poniklá

**Firma Rautis mit mehr als einhundertjähriger Tradition der Herstellung von Christbaumschmuck aus Glasperlen. Bei der Betriebsbesichtigung bekommt man den ganzen Herstellungsprozess zu sehen; in einer Werkstatt kann man sich zudem ein eigenes Schmuckstück basteln.

Jilemnice

**Neugierige Straße – einzigartiges Ensemble gezimmerter Häuser aus uralten Zeiten, die neugierig in die Gasse „hervorlugen“.

**Riesengebirgsmuseum mit Dauerausstellung von Artefakten aus dem Besitz des Grafen J. Harrach und František Kaván Gemäldeausstellung. Im einstigen Brauereigebäude ist eine Ausstellung über die Geschichte des Skisports im Riesengebirge installiert.

**Einzigartige Schlaguhr am Rathausturm in einer Ecke des anmutigen, quadratischen Ringplatzes. Die fleißigste Turmuhr von ganz Mitteleuropa – sie schlägt tagtäglich 1020-mal, die Anzahl der Schläge verrät die genaue Uhrzeit.

2. Tag

Špindlerův Mlýn

**Elbquelle – sie befindet sich auf der Elbwiese/Labská louka, in einem Hochmoor, in Latschengebüsch verborgen. In 1 386 m Meereshöhe ist die Quelle symbolisch in einen runden Brunnen mit den Wappen der Städte gefasst, durch welche die Elbe auf ihrem Weg aus dem Riesengebirge nach Hamburg fließt.

**Elbfall – keinen Kilometer nach ihrer Geburt stürzt die Elbe in den Elbgrund. Gleich in der Nähe rauscht auch der Pantschefall/Pančavský vodopád, mit seinen 148 m der größte Wasserfall Tschechiens.

**Elbgrund – schroffes, von einem Eiszeitgletscher geformtes Tal. Zu sehen sind Reste von Gletschermoränen, die Mäander der Elbe, felsige Lehnen aber auch sog. ‚Gärtchen‘ mit bestrickender floristischer Vielfalt.

**Hanč-und-Vrbata-Denkmal auf der Goldhöhe/Zlaté návrší – es erinnert an das tragisches Ereignis vom 24.3.1913, bei dem der Skiläufer Bohumil Hanč sowie dessen Freund Václav Vrbata bei einem 50-Kilometer-Skilauf ums Leben kamen, der letztere beim selbstlosen Versuch, seinem Freund das Leben zu retten. Seither wird der 24. März als Tag der Bergwacht der Tschechischen Republik begangen.

Vrchlabí

**Vier historische Häuser – Museum der Verwaltung des KRNAP, mit ständiger Ausstellung ‚Handwerk und Geschichte des Riesengebirges‘.

**Augustinerkloster – außergewöhnlicher Architekturkomplex, in dem das Riesengebirgsmuseum der KRNAP Verwaltung mit der audiovisuellen Ausstellung ‚Stein und Leben‘ siedelt. Besuchenswert: die Klosterkirche mit 19 Meter hohem Hauptaltar und wertvoller Orgel aus dem Jahre 1895 – sie dient heute namentlich zu Konzerten und Trauungen.

Benecko

**Aussichtsturm Žalý – das Wahrzeichen des Ortes ragt auf dem Vorderen Heidelberg/Přední Žalý auf. Der von Graf J. Harrach erbaute, 19 Meter hohe Steinturm ist der älteste Aussichtsturm des Riesengebirges. Von seiner Zinne bietet sich ein perfekter Rundblick nicht nur auf das Riesengebirge, sondern auch in dessen weite Umgebung.

Hostinné

**In der Anlage des barocken Franziskanerklosters von Hostinné (Arnau) siedelt das Städtische Museum, dessen Ausstellungen der Geschichte der Franziskaner sowie berühmten Persönlichkeiten der Stadt gewidmet sind. Das Kloster ist ein gut bewahrtes Werk von Wolfgang Dientzenhofer, eines Architekten des europäischen Barocks. Die Galerie – Plastiken der Antike, eine Dauerausstellung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen, vermittelt ein vollkommenes Bild der Entwicklung griechisch-römischer Plastiken vom Ende des 7. Jh. vor Chr. bis ins 2. Jh. nach Chr.

3. Tag

Pec pod Snežkou

**Sněžka – Schneekoppe, höchster Berg der Tschechischen Republik. Der höchste Berg Tschechiens (1 603 m ü. NN.) wurde von Gletschern geformt, die den Gipfel von drei Seiten einschlossen. Seit 2014 verkehrt eine neue Kabinenseilbahn zum Gipfel der Schneekoppe.

**Obří důl/Riesengrund – schroffes, von Gletschern geformtes Gebirgstal zwischen Sněžka/Schneekoppe und Studniční hora/ Brunnberg.

**Bergwerk Kovárna/Bergschmiede – spektakulärer Ausflug in die Unterwelt der Schneekoppe, die schon seit dem Mittelalter Prospektoren und Bergleute anzog. Nach vorheriger Anmeldung sind die riesigen, beim Erzabbau entstandenen Räume zu besichtigen.

Janské Lázně

**Promenadenbummel durch den einzigen Riesengebirgskurort – unter den wachsamen Blicken eines steinernen Rübezahl.

**Kabinenseilbahn zum Schwarzen Berg/ Černá hora (1 299 m ü. NN.). Auf dem Gipfel angelangt, kann man noch einen Blick von einem Stahlaussichtsturm werfen, der aus dem letzten Pfeiler der alten Seilbahn entstand.

**Schwarzenberger Hochmoor – lassen Sie sich den Spaziergang auf dem gleichnamigen Lehrpfad nicht entgehen. Der von Juni bis Oktober geöffnete Lehrpfad führt mitten durch die 1. Zone des Nationalparks Riesengebirge.

4. Tag

Žacléř

**Steinkohlenzeche Jan Šverma – letztes, bewahrtes Andenken an den Steinkohlen- Untertagebau in Ostböhmen. Die Gebäudekomplexe der Förderschächte Jan und Julie wurden zu Kulturdenkmalen der Tsch. Republik ausgerufen. Bei der Bergwerksbesichtigung bekommt man einen Teil des Schachtes Julie zu sehen und wirft einen Blick vom Förderturm des Schachts Jan.

 

**Unweit von Žacléř breitet sich das Artilleriewerk Stachelberg aus – die größte Festungsanlage des tschechoslowakischen Walls aus den Jahren 1937-1938. Gleich nebenan wurde unlängst der Aussichtsturm Eliška errichtet. Er ist 24,5 Meter hoch, seine Aussichtsplateaus befinden sich 9,4 und 20,8 m über dem Erdboden.

Trutnov

**Gedenkstätte, Aussichtsstelle und Lehrpfad in Trutnov (Trautenau). Auf dem Galgenberg/Šibeník über Trutnov steht ein Denkmal mit Aussicht. Es gedenkt des Treffens der österreichischen und preußischen Truppen vom 27. Juni 1866. Aus der Stadtmitte von Trutnov führt ein ca. 2 km langer Lehrpfad zum Denkmal samt seiner Aussicht.

Dvorský les – Hofelbusch Dieser bizarre, urwaldähnliche Wald breitet sich an der höchsten Stelle des Kammes des Rehorngebirges/Rýchory aus. Das biologisch wertvolle Naturreservat mit Resten eines sog. Buchenurwaldes mit zu bizarren Formen verkrüppelten Bäumen, moosbewachsenen Ästen und bärtigen Flechten ist genauso bemerkenswert, wie das sog. Rehorn-Alpinum/Rýchorská květnice mit seinen seltenen Pflanzen.

**Hrádeček (neben der Burgruine Silberstein) – das Wochenendhaus des früheren Präsidenten Václav Havel und geheimer Treffpunkt politischer Dissidenten.